
Das IT-Magazin der ORDIX AG mit Fachbeiträgen zu Datenbanken, Unix und Java/XML.
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Die Firma Borland liefert ihren Enterprise Server für alle gängigen Plattformen. Unter anderem wird er für Windows, Linux, Solaris, HP-UX und IBM AIX angeboten. Dabei werden jeweils Versionen für 32- und 64 Bit Prozessoren angeboten.
Zertifiziert ist der BES in der Version 5.2.1 für J2EE 1.3 und folgt damit allen wichtigen Enterprise Spezifikationen von SUN Microsystems. Mitgeliefert werden die Java Development Kits JDK 1.3.1 und JDK 1.4.1. Natürlich können auch höhere Versionen des JDK installiert werden (z. B. 1.4.2). Allerdings wird bei jedem Start des Servers vor möglichen Inkompatibilitäten und nicht gegebenem Support gewarnt.
In einem größeren Projekt der ORDIX AG war der Einsatz eines aktuellen JDKs sogar zwingend erforderlich, da die von uns entwickelte Applikation auf der Zielplattform, einer Primepower von Fujitsu Siemens Computers mit Solaris 64 Bit Betriebssystem, sich nicht dazu bewegen ließ, mit dem mitgelieferten JRE 1.4.1 von Borland zu laufen.
Obwohl der BES in der Version 2.5.1 „nur“ J2EE 1.3 zertifiziert ist, beherrscht er schon die eigentlich zu J2EE 1.4 gehörige EJB 2.1 Spezifikation. Er ist deshalb in der Lage, z. B. den Timer Service für Enterprise Beans oder Aggregatfunktionen in EJB QL Statements zu verwenden, was das Schreiben von Finder- und Select-Methoden erheblich vereinfacht.
Die AppServer Edition des BES erlaubt es, durch die Verwendung von Web Service Providern, bestehende Anwendungen als Web Services herauszustellen, sie in Web Services zu integrieren oder sie um Web Services zu ergänzen. Borlands Web Service Unterstützung basiert auf der Apache Axis 1.1 Technologie. Client SOAP Requests werden automatisch mit Web Services, Message Driven Beans oder Enterprise Java Beans verbunden. Verwendet werden können:
Des Weiteren enthält der BES einen UDDI Server, der als Partition Service betrieben wird.
Zur Verwaltung von Application Servern stehen mehrere Tools zur Verfügung. Das Augenmerk fällt dabei auf die Management Konsole, über die das System komfortabel mittels einer grafischen Oberfläche administriert werden kann (siehe Abbildung 2). Mit diesem Werkzeug können u. a. Dienste gestartet, gestoppt und konfiguriert werden, einzelne Module deployed, Cluster angelegt und ganze Partitionen dupliziert werden.
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Natürlich besteht weiterhin die Möglichkeit, den Server über die Kommandozeile zu verwalten. Allerdings stehen hier nur die wichtigsten Funktionen zur Verfügung wie z. B.
Ein neuer Management Hub reduziert durch proaktives Management manuelle Eingriffe auf ein Minimum und ermöglicht so Einsparungspotenziale bei den Betriebskosten.
Innerhalb eines Application Servers besteht die Möglichkeit, Anwendungen in Partitionen zu gruppieren, die in ihrer eigenen JVM laufen und auf eigene Partition Services (z. B. Web- und EJB-Container) zugreifen. Auf diese Weise kann die Performance einzelner Applikationen durch Duplizieren (oder sogar Vervielfachen) einer Partition erheblich gesteigert werden. Dies setzt natürlich geeignete Hardware voraus.
Mechanismen wie Load Balancing und Failover-Funktionalität gehören zum BES genau wie das Verbinden mehrerer BES zu einem Cluster. Konfiguriert werden diese beiden Elemente bequem über die mitgelieferte Management Konsole.
Der Borland Enterprise Server kann als Developer- und RunTime-Lizenz direkt über Borland bestellt werden. Die Developer-Lizenz ist in den drei verschiedenen Versionen Visibroker-, WebServer- und AppServer-Edition erhältlich (siehe Abbildung 3) und muss pro Entwickler bezogen werden. Enthalten ist die AppServer-Version ebenfalls in mehreren Produkten von Borland wie Studio, JBuilder X und JBuilder 2005.
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Die Produktivversion des BES wird unter dem Namen RunTime-Lizenz vermarktet und kostet pro CPU 14.120 Euro. Ein Supportvertrag, der auch kostenlose Upgrades beinhaltet, schlägt mit zusätzlichen 20 % der Lizenzkosten zu Buche.
Der BES wird für viele Plattformen angeboten, ist schnell installierbar und in einer Standardkonfiguration sofort lauffähig. Für Entwickler lässt er sich sehr einfach in die von Borland gelieferte Entwicklungsumgebung JBuilder integrieren. Über die grafische Management Konsole lässt er sich komfortabel auf die individuellen Ansprüche hin anpassen und verwalten. Allein die Monitoringausgaben könnten etwas aussagekräftiger ausfallen. Der Support hinterlässt mit seinen einfach zu installierenden Patches einen sehr guten Eindruck und zeigt, dass das Entwicklerteam kontinuierlich an der Fehlerbereinigung arbeitet.
In der nächsten ORDIX News betrachten wir Weblogic von BEA.
Andre Dirr (info@ordix.de).