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Dieser Artikel richtet sich an Administratoren und Entscheider, die sich für Monitoring-Lösungen interessieren.

Glossar

BIRT
Business Intelligence and Reporting Tools. BIRT ist ein BI-Tool der Eclipse Foundation, das auf Java-Technologien basiert.
JBoss Portal
Eine Open-Source-Implementierung eines Portals für den JBoss Application Server.
Maven
Ein auf Java basierendes Build-Management-Tool der Apache Software Foundation.
Monarch
Web basierte Engine für die Nagios-Konfiguration
Nagios
Freie Netzwerk-Monitoring Software
Pre Flight Check
Eine vorab Syntaxüberprüfung


GroundWork Monitor -
Big Brothers neue Staffel

Neben den bekannten Stars wie HP OpenView, BMC Patrol/Performance Manager und IBM Tivoli betritt jetzt ein neues, auf OpenSource basierendes, Nachwuchstalent die Bühne. GroundWork ist keine eigenständige Software, sondern kombiniert clever verschiedene OpenSource-Programme zu einem großen Ganzen. Es besticht durch eine intuitive Oberfläche und der damit verbundenen, einfachen Konfiguration.

Was ist GroundWork?

GroundWork ist ein Produkt von GroundWork Open Source aus den USA. Es beinhaltet Produkte wie das JBoss-Portal, Nagios, Monarch, MySQL und ergänzt sie mit eigenen Skripten zu einer Monitoring-Lösung mit Potential.

Abb. 1: GroundWork Status View.
Abb. 1: GroundWork Status View. Vergrößern
Abb. 2: Kommando editieren.
Abb. 2: Kommando editieren. Vergrößern

Das Herz bildet Nagios, welches voll in die Oberfläche des JBoss-Portals integriert ist. Zusätzlich zu der von Nagios gewohnten Oberfläche wird dadurch eine weitere Möglichkeit geboten, sich die aktuellen Status anzeigen zu lassen (siehe Abbildung 1).

Die Konfiguration von GroundWork erfolgt, im Gegensatz zu einem reinen Nagios-System, nicht direkt in Textdateien, sondern über die Web-Oberfläche.

In dieser kann durch die Verwendung von Monarch vom Check-Kommando (siehe Abbildung 2) bis zur Service-Gruppe alles konfiguriert werden. Um Nagios die Änderungen an den Einstellungen mitzuteilen, müssen sie „commited“ werden.

Dabei werden die Konfigurationsdateien aus der MySQL-Datenbank, in der alle Einstellungen der Web-Oberfläche gespeichert sind, generiert und einem Preflight-Check unterzogen.

Für den Umstieg von einem bestehenden Nagios-System gibt es die Möglichkeit, eine bestehende Nagios-Konfiguration einzulesen.

Versionen

Es gibt aktuell zwei verschiedene GroundWork-Versionen:

Der Community Edition mangelt es, wie zu erwarten, an einigen interessanten Funktionen, wie beispielsweise der Event-Konsole. Ergänzend wird auf Basis der Community Edition das GroundWork Developer’s Kit bereitgestellt.

Community Edition

Die Community Edition wird aktuell in den folgenden drei Varianten angeboten:

Für einen ersten Eindruck bietet sich die VMware Version an. Sie enthält ein minimal installiertes CentOS Release 5.3 i386 und die aktuelle Version der GroundWork Community Edition, so dass man direkt mit der Konfiguration anfangen kann, ohne sich Gedanken um die Installation machen zu müssen.

Enterprise Edition

Die Enterprise Edition erweitert die Community Edition um einige interessante Funktionen. Einen gesamten Vergleich zwischen Communityund Enterprise Edition finden Sie unter [2].

Die interessantesten Zusatzfunktionen:

GroundWork Developer’s Kit

Das GroundWork Developer’s Kit stellt eine gute Möglichkeit dar, die Community Edition um fehlende Funktionen zu erweitern. Es besteht aus:

Um einen leichteren Einstieg in die Erweiterung von GroundWork Monitor zu bekommen, wurde ein Wiki mit Informationen zu dem Thema eingerichtet [3].

Fazit

GroundWork ist auf jeden Fall einen Blick wert. Es bietet schon in der Community Edition viele komfortable Möglichkeiten für das Monitoring von verschiedenen Geräten. Durch die Ergänzung des Developer’s Kit steht selbstständigen Anpassungen und Erweiterungen nichts im Wege. Die Enterprise Edition kann es darüber hinaus nicht nur im Preis-/Leistungsvergleich mit etablierten Monitoring-Lösungen namhafter Anbieter aufnehmen.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Implementierung ihrer Monitoring-Projekte, egal ob mit Open Source oder kommerzieller Software.



Tobias Wink (info@ordix.de).