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Das IT-Magazin der ORDIX AG mit Fachbeiträgen zu Datenbanken, Unix und Java/XML.

Control-M: Optimierung von Geschäftsprozessen

Vom Job Scheduling zur Steuerung von Geschäftsprozessen: ORDIX bietet Ihnen mt BMC’s Control-M ein modernes und praxiserprobtes Job-Control-System zur Verbesserung der Abläufe Ihrer Geschäftsprozesse an.

Jobsteuerung nicht mehr nur für Mainframes

Früher war Jobsteuerung eine Domäne der Mainframes. Inzwischen wird es immer wichtiger, in heterogenen Umgebungen Geschäftsprozesse zu steuern, deren zugehörige Programme auf verschiedenen Plattformen ablaufen und Abhängigkeiten untereinander aufweisen.

Jede dieser Plattformen bringt in der Regel Mechanismen mit, die mit Einschränkungen geeignet sind, Batchjobs auf ihr zu organisieren. Das plattform- und anwendungsübergreifende Zusammenwirken der Jobs bleibt aber bisher Scheduling-Tools überlassen.

Insbesondere hohe Investitionen in Standardsoftware wie z. B. SAP können sich am schnellsten amortisieren, wenn eine möglichst enge Einbindung in die übrige Systemlandschaft gewährleistet ist. Dabei sollte die Jobsteuerung sich an Geschäftsvorfällen orientieren und nicht durch technische Einschränkungen gekennzeichnet sein.

Laut einer gemeinsamen Studie des Handelsblattes und der Droege&Comp versprechen sich die IT-Chefs vieler Unternehmen das höchste Einsparpotential von Standardisierung, gefolgt von Prozessoptimierungen (Quelle: Handelsblatt vom 23.3.2004).

Abb. 1: Applikationsübergreifende Steuerung von Geschäftsprozessen.

Anforderungen an moderne Jobsteuerung

Beispiel

Warenbestellung durch einen Kunden über das Internetportal, Zusammenstellung der Lieferung, gegebenenfalls Nachbestellung von Ware oder Produktionsauftrag, Verwaltung des Bestellvorgangs bis hin zur Rechnungsstellung und Verbuchung.

Da hoffentlich viele Bestellungen eingehen, ist die Verarbeitung dieser Geschäftsvorfälle im Batch die effizienteste Vorgehensweise. Abbildung 2 zeigt den folgenden Ablauf:

  1. Auf dem Internetrechner, der in einer DMZ steht, werden die Bestellungen gesammelt.
  2. Die Bestellungen werden dann weitergegeben bzw. in regelmäßigen Abständen von einem Lagerverwaltungs-/ Kommissionierungsprogramm abgeholt. In diesem Programm wird geprüft, ob die geforderte Ware im Lager vorhanden ist.
  3. Gegebenenfalls wird Ware nachbestellt oder ein Produktionsauftrag an die Fertigung erteilt. Parallel dazu wird eine Auftragsbestätigung an den Kunden versandt und der Auftrag als Bestellung verbucht.
  4. Wenn die Lieferung vollständig ist, kann die Rechnung erstellt werden und die Auslieferung erfolgen.
  5. Schließlich kann hoffentlich noch die Zahlung verbucht werden, um den Vorgang abzuschließen.
Abb. 2: Beispiel für einen Geschäftsprozess.

Diese Aktivitäten laufen voraussichtlich auf mindestens drei verschiedenen Rechnern in ebenso vielen unterschiedlichen Programmen ab, die voneinander abhängig sind.

Die Lösung: Steuerung von Geschäftsprozessen mit Control-M

Als langjähriger BMC-Partner bietet ORDIX für diese Aufgabe das Produkt Control-M an. Um die übergreifende Funktionalität zu erreichen, werden Komponenten auf drei Ebenen installiert (siehe Abbildung 3).


Abb. 3: Architektur von Control-M.

Zusätzlich kann die Installation weiterer Module notwendig werden. So wird z. B. die Anbindung an das Internet durch ein eigenes Modul (eTrigger) erreicht. Und auch die Steuerung von Jobs innerhalb abgeschlossener Applikationen wie z. B. SAP R/3 erfolgt über eigene Kontrollmodule.

Für nahezu alle Betriebssysteme und viele Standardapplikationen verfügbar

Es werden alle gängigen Betriebssysteme unterstützt. Für Baan, SAP R/3, SAP BW, Peoplesoft eBusiness Solutions und Oracle E-Business Suite existieren bereits spezielle Kontrollmodule, die die Steuerung von Jobs innerhalb dieser Systeme erlauben. Durch die plattform- und applikationsübergreifende Steuerung der Jobs werden Geschäftsprozesse gestrafft und Verzögerungen vermieden.

D. h. auch komplexe Abläufe können optimiert werden, indem der kritische Pfad analysiert wird und die entsprechenden Jobs z. B. optimiert oder auf schnellere Hardware verlagert werden. Die schnellere Abwicklung von Geschäftsprozessen ist kundenfreundlich und kann ein Wettbewerbsvorteil sein.

Das Modul eTrigger bietet die Möglichkeit, Web-basierte Anwendungen in die Produktionsumgebung zu integrieren. z. B. kann man ein Webfrontend gestalten, über das Anforderungen an einen Geschäftsprozess in das System geleitet werden, deren Verarbeitung in entsprechenden Batchjobs durch eTrigger sichergestellt wird.

Beispielwebseiten und Templates für unterschiedliche Aufgaben erleichtern dabei die Arbeit erheblich. Auf diese Weise könnte das im Beispiel (siehe Abbildung 2) beschriebene Szenario vollständig automatisiert ablaufen.

Dazu würden die vom Kunden in die – mit Hilfe von eTrigger gestaltete – Webseite eingegebenen Daten auf Plausibilität geprüft, interpretiert und der Start entsprechender Batchjobs veranlasst.

Die weitere Steuerung des Geschäftsprozesses erfolgt ebenfalls über Control-M, gegebenenfalls in Abhängigkeit von Ergebnissen der Prüfprogramme. Dabei können auch die Jobs zur Auftragsabwicklung, die möglicherweise in einem SAP R/3- oder Baan-System ablaufen, ausgeführt und überwacht werden.

Abb. 4: Automatisierte Fehlerbehebung durch Auswertung von Log-Dateien.

Development Kit für Erweiterungen

Zur Berücksichtigung von Eigenentwicklungen und bisher noch nicht durch den Standard unterstützten kommerziellen Programmen wird ein Software Development Kit eingesetzt, mit dessen Hilfe Kontrollmodule geschrieben werden können. Auf diese Weise ist es natürlich auch möglich, zukünftige Entwicklungen zu integrieren, wodurch ein Investitionsschutz gewährleistet ist.

Applikationen, die ein Kommandozeileninterface besitzen, können auch über Control-M/Links for Distributed Systems integriert werden. Dazu wird eine Session zu dem entsprechenden Rechner aufgebaut, innerhalb der das Kommando ausgeführt wird. Für Meldungen, die an diese Session gesandt werden, können Regeln hinterlegt werden, die eine automatisierte Reaktion beinhalten.

Im Fehlerfall ist Control-M in der Lage, beispielsweise eine Log-Datei auszuwerten und auf gegebenenfalls auftretende Fehlermeldungen mit entsprechenden Maßnahmen zu reagieren, so dass ein Neustart des Jobs erfolgreich sein kann.

Marktpositionierung

Das aktuellste magische Quadrat von Gartner aus dem Januar 2003 zeigt BMC mit Control-M wie schon im Jahr 2002 als führendes Unternehmen im Markt für Job Scheduling Tools (siehe Abbildung 5).

Abb. 5: Quelle: Gartner Research: Marktpositionen konkurrierender Anbieter im Markt für Job Sceduling Tools.

Mit über 2800 Installationen weltweit ist Control-M eines der am stärksten verbreiteten Produkte dieses Bereichs.

Ausblick

In der nächsten ORDIX News berichten wir über den Einsatz von Control-M für "ad-hoc" Auswertungen und die Integration von SAP-Jobs. Sollten Sie jetzt schon Fragen haben, wenden Sie sich an

Theo Antony (info@ordix.de).