
Das IT-Magazin der ORDIX AG mit Fachbeiträgen zu Datenbanken, Unix und Java/XML.
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Bezogen auf die Gesamtsituation steht unser Titelbild sinnbildlich für das „Land unter“ in der IT-Branche. Dass der Sommer, der wieder keiner war, parallel dazu auch noch große Teile Deutschlands, Österreichs und Tschechiens unter Wasser setzte, ist eher trauriger Zufall.
Während den Bewohnern in den bedrohten Gebieten das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht, jammert die IT-Branche auf relativ hohem Niveau. Wurde in den Boom-Jahren fast jeder zu jedem Preis eingestellt, übertreffen sich zur Zeit nahezu dieselben Firmen mit den angekündigten Entlassungszahlen. So etwas soll zumindest in den USA das Steigen des Aktienkurses bewirken?!
70 Prozent der amerikanischen Bevölkerung befürworten einen Krieg gegen den Irak, das scheint man dort zu benötigen, um den angeknacksten Nationalstolz wiederherzustellen. Dass dadurch die Opfer des 11. September nicht wieder lebendig werden, interessiert nicht. Während man also am einen Ende der Welt an Krieg denkt, tobt hier der Wahlkrieg, nein, natürlich Wahlkampf – und jetzt auch noch im Wasser. Da werden plötzlich die Millionen locker gemacht, denn alle könnten ja am 22.9. zur Wahlurne gehen. Und wer mehr verspricht, der wird gewählt. Das kennt man ja.
Wenn Sie diese Zeilen lesen, haben sich „Eddie ääh“ Stoiber und „Gerd, die ruhige Hand“ Schröder schon das erste Mal im übertragenen Sinne auf der Mattscheibe darum „gekloppt“, wer es nach dem 22.9. besser macht. Erstaunlicherweise erzählen sie dem Wähler vor der Wahl gerne, was nach der Wahl besser gemacht wird. Meist passiert dummerweise nach der Wahl nicht viel. Und wenn es ganz anders wird, dann sind die Umstände daran schuld ... vielleicht aber auch, weil nach der Wahl ja quasi schon wieder vor der Wahl ist?
Außer am 22. September, können wir in der IT-Branche zum Glück noch etwas anderes wählen, z. B. zwischen Microsoft und Open Source oder zwischen Linux und Windows/2000. Das überlegen derzeit zumindest diejenigen, denen im finanziellen Sinne das Wasser bis zum Hals steht und die nicht mehr bereit sind, Lizenzgebühren ohne Ende an Microsoft zu überweisen. Die Rede ist von einigen öffentlichen Verwaltungen. Wir haben das Thema Open Source in dieser News aufgegriffen und ich erwähne gerne, dass ich bereits 1995 an dieser Stelle Linux und Open Source als Alternative zu MS Produkten ins Gespräch brachte.
Trotzdem dieses Thema brandaktuell ist, mussten wir aus organisatorischen Gründen unseren Konferenztag verschieben. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Jetzt endlich nur noch die guten Nachrichten: Wie immer finden Sie interessante Artikel zum Thema Java, Neues von Oracle und aus dem Bereich System Management. Auch im Schulungsumfeld tut sich bei uns momentan sehr viel. Und da ich neulich gelesen habe, dass die Presse doch nur noch gute Nachrichten über die IT-Branche schreiben soll, denn allein daran liege es, dass Alles so schlecht sei: Nehmen Sie diese News, sehen Sie auf das Titelbild, drehen Sie es auf den Kopf und schon geht die Umsatzstatistik nicht baden, sondern reicht in den Himmel ... Nein? ... Denken Sie bitte nicht zu genau darüber nach!
In diesem Sinne viel Spaß beim Arbeiten nach Ihrem wohlverdienten Urlaub wünscht Ihnen
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Wolfgang Kögler (Vorstandsvorsitzender)