Sun + Fire = Power ?
Mit dem Namen Sun Fire 15K schickt Sun Microsystems ihr High End System
ins Rennen um den Konsolidierungs-Markt. Für uns Grund genug, sich das
System einmal näher anzuschauen und die angebotenen Leistungsmerkmale
aufzuzeigen.
In Zeiten, wo IT-Abteilungen mit immer
knapperen Ressourcen konfrontiert werden und
Kostenreduktion eines der wichtigsten Themen
darstellt, ist die Frage berechtigt, warum in Systeme
investiert werden soll, die nicht nur wegen Ihrer
Leistung mit dem Begriff High End" tituliert
werden können.
Die eigentliche Kostenersparnis kann nur
während des Betriebs gewonnen werden, indem
erhöhte Service Level Agreements eingehalten werden
und komplexe System-Umgebungen flexibel und
einfach administrierbar sind.
Neben erhöhter Leistung ist Verfügbarkeit das
wichtigste Kriterium beim Betrieb von Systemen. Um beide Ziele zu erreichen, bietet Sun
Microsystems mit der Sun Fire 15K folgende Merkmale an:
- Ausbau bis zu 106 UltraSPARC III
Prozessoren mit Taktraten von 900 MHz
- Über 0,5 Terabyte Arbeitsspeicher
- Bis zu 18 Domains konfigurierbar. Eine
Rekonfiguration der Domains ist mittels Dynamic Systems Domain während des Betriebs
möglich. Somit lassen sich bei
Performance-Engpässen Systemressourcen (CPU, Speicher,
I/O-Boards) einer Domain zuweisen, ohne einen Neustart des Betriebssystems zu
veranlassen.
- Vollständige Hardware-Redundanz. Vom
Lüfter über Netzteile bis zum Systemcontroller
sind alle wichtigen Komponenten redundant ausgelegt, so dass der Ausfall einer
Komponente nicht gleich zu einem Komplett-Ausfall führt.
- Viele Hot-Swap Komponenten (CPU,
Speicher, PCI-Boards) lassen sich im laufenden
Betrieb austauschen. Durch das sun-einheitliche
Uniboard-Design der Prozessor- und Speicherplatzplatinen lassen sich diese innerhalb
- der Produktlinie von der Sun Fire 3800 bis
- zur Sun Fire 15K einsetzen.
- Für das Betriebssystem
Solaris 8 (und höher) gibt es im Vergleich zu anderen
Plattformen eine große Menge von portierten Standardanwendungen.
- Für die
Server-Verwaltung stellt das Sun Management Center eine einfache
java-basierte Schnittstelle, einen Webbrowser und ein
Kommandozeileninterface mit rollenbasierter Zugriffskontrolle
zur Verfügung.
- Sollte die
Basisverfügbarkeit des Systems mal nicht ausreichend sein (z. B. bei
komplettem Stromausfall), so kann mittels
Hochverfügbarkeits-Software der Ausfall der
betroffenen Domains durch Übernahme auf andere
Domains aktiviert werden. Hier gibt es die Auswahl zwischen
mehreren Lösungen wie z. B. das eigene Sun Enterprise
Cluster oder auch den Veritas-Cluster. (Dieser wird im
Artikel Veritas Cluster Server" näher beschrieben.)
Trotz aller Leistungsmerkmale: Auch dieses System ist keines,
was von der Stange" gekauft wird. Ein gutes Design-Konzept (vor der
Integration in die vorhandene Infrastruktur), Mitarbeiterschulung
und durchgehende Betreuung durch den Hersteller sind
Voraussetzungen dafür, dass ein System einwandfrei rund um die Uhr
betrieben werden kann.
Antonio Salguero (info@ordix.de).