
| Application Server |
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Application Server sind Middleware-Komponenten. Hier wird die Geschäftslogik implementiert. |
| Enterprise Java Beans (EJB) |
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Java-Komponente eines Application Servers. Die Methoden eines EJBs werden von der Client-Anwendung aufgerufen. |
| Servlet |
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Java-Komponente eines Application Servers. Ein Servlet wird durch ein HTTP-Request aufgerufen; es generiert die HTTP-Response. |
| Java Server Page (JSP) |
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Java-Komponente eines Application Servers, die durch ein HTTP-Request aufgerufen wird; sie generiert die HTTP-Response. |
| OC4J-Container |
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Java-Komponente eines Application Servers, in dem Java-Anwendungen ausgeführt werden. |
| Deployment |
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Installation einer Application Server-Anwendung auf dem Application Server. |
| Load-Balancing |
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Zugriffsmethode eines Application Servers. Lastverteilung durch gleichmäßig wechselnden Zugriff auf verschiedene Rechner. |
Oracle liefert den Application Server für alle gängigen Plattformen, wie z. B. Windows, Linux, Solaris, HP-UX und IBM AIX. Dabei werden jeweils Versionen für 32- und 64-Bit-Prozessoren angeboten. Wie bei einer Oracle Datenbankinstallation wird auch hier - je nach Betriebssystem - der eine oder andere Patch benötigt.
Der Oracle AS unterstützt J2EE in der Version 1.3 und folgt damit allen wichtigen Enterprise Spezifkationen von SUN Microsystems (siehe Abbildung 1, unten). Es werden außerdem Java Servlets 2.3 und JSP 1.2 unterstützt. In der kommenden Version 10.1.3.0 wird künftig auch J2EE 1.4 und somit Java Servlets 2.4, JSP 2.0 sowie EJB 2.1 unterstützt. Alle weiteren unterstützten Spezifkationen sind in der Abbildung 1 gelistet.
|
Spezifkation / Standard |
WebSphere 5 |
JBoss 4.0 |
Borland ES 5.2.1 |
BEA Weblogic |
Oracle AS 10g Release 2 |
|
CORBA |
X |
v2.3.1 |
v2.6 |
X |
Ja |
|
EJB |
v2.0 |
v2.1 |
v2.1 |
v2.0 |
v2.0 |
|
IIOP |
X |
durch CORBA |
X |
X |
durch CORBA |
|
J2EE |
v1.3 |
v1.4 |
v1.3 |
v1.3 |
v1.3 |
|
JAAS |
v1.0 |
v1.0 |
X |
X |
v1.0 |
|
JAF |
1.2 |
v1.0 |
X |
X |
v1.0 |
|
JAXP |
1.1 |
v1.2 |
X |
X |
v1.1 |
|
JAXR |
X |
v1.0 |
v1.0 |
- |
v1.0 |
|
JAX-RPC |
1.0 |
v1.1 |
v1.0 |
v1.0 |
v1.0 |
|
JCA |
v1.0 |
v1.5 |
X |
v1.3 |
v1.0 |
|
JCE |
X |
durch J2SE 1.4 |
X |
X |
X |
|
JDBC |
v2.0 |
durch J2SE 1.4 |
v2.0 |
v3.0 |
v2.0 Extension |
|
JMS |
v1.0 |
v1.1 |
v.1.0.2 |
v.1.0.2b |
v1.0.2b |
|
JMX |
X |
v1.2 |
X |
v.1.0 |
X |
|
JNDI |
X |
v1.2.1 |
X |
X |
V1.2 |
|
JSP |
v1.2 |
v2.0 |
v1.2 |
v.1.2 |
v1.2 |
|
JSSE |
X |
X |
X |
X |
X |
|
JTA |
v1.0 |
v1.0.1B |
X |
v.1.0.1A |
v1.0 |
|
LDAP |
X |
durch jndi |
X |
X |
durch jndi |
|
RMI |
X |
X |
X |
X |
durch OC4J |
|
Java Servlets |
v.2.3 |
v2.4 |
v2.3 |
v.2.3 |
v2.3 |
|
Java Mail |
1.2 |
v1.3 |
X |
v.1.2.3 |
v1.2 |
|
SAAJ |
1.1 |
v1.2 |
v1.1 |
X |
v1.1 |
|
SOAP |
1.1 |
v1.1 |
v1.1 |
v.1.2 |
v1.1 |
|
UDDI |
2.0 |
v2 |
X |
v.2.0 |
v2.0 |
|
WSDL |
1.0 |
v1.1 |
X |
v.1.1 |
v1.1 |
|
X.509 |
X |
durch JAAS |
X |
X |
durch JAAS |
|
XML |
X |
X |
X |
X |
X |
In der aktuellen Version wird die EJB-Spezifkation der Version 2.0 unterstützt. Das beinhaltet auch Session Beans, Entity Beans und Message Driven Beans. Über die Administrationsoberfläche können beliebig viele Java-Container (OC4J-Container) erstellt werden. So lassen sich Anwendungen verteilt installieren und unterschiedlich konfgurieren.
Oracle stellt mit dem AS alle wichtigen Web Services basierend auf XML, SOAP, WSDL oder UDDI zur Verfügung. Die Web Services sind im AS durch einen eigenen OC4J-Container realisiert. Dadurch ist eine maximale Flexibilität und separate Cluster-Fähigkeit der einzelnen Web Services gewährleistet.
Der Oracle AS lässt sich bequem über die aus dem Grid Control bekannte Enterprise Manager Console (EMC) administrieren (siehe Abbildung 2). Dieses webbasierte Werkzeug bietet eine komfortable, grafsche Oberfläche, mit der sich der AS bis auf wenige Ausnahmen vollständig verwalten lässt. Es stehen dort Funktionen zur Verfügung, wie z. B.
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Zudem ermöglicht es die EMC, einen Cluster einzelner Komponenten über mehrere Application Server verteilt einzurichten und diese über eine Oberfläche zu überwachen. So muss eine J2EE-Anwendung nur einmal innerhalb eines Clusters deployed werden und steht sofort jedem Cluster-Knoten zur Verfügung.
Neben der webbasierten EMC stehen alternativ Kommandozeilen-Tools zur Verfügung.
Der AS bietet durch seinen modularen Aufbau (siehe Abbildung 3) eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten, einen Cluster aufzubauen. Angefangen bei einem RAC-Cluster der Datenbank, über einen Cluster aus J2EE-Containern bis hin zum Web-Cache-Cluster. Bis auf eine RAC-Installation lassen sich alle Cluster-Möglichkeiten über die EMC einrichten und konfgurieren. Von hier aus sind auch alle Log-Informationen und Statistikdaten einsehbar.
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Genauso wie das Clustering gehört natürlich auch das Load-Balancing der Anwendung über mehrere Application Server zum Standard beim AS. Da der mitgelieferte Apache-Server nicht clusterfähig ist, kann dann ein Load-Balancing über den Web-Cache eingerichtet werden.
Der Oracle AS ist in 3 Versionen erhältlich:
Bei den beiden letzteren Installationsvarianten ist eine Oracle Datenbank und ein Oracle Internet Directory unbedingt notwendig. Kosten für die drei Versionen sind von der Anzahl der eingesetzten Prozessoren oder der Benutzeranzahl abhängig.
Der Oracle AS ist mehr als "nur" ein J2EE-Container. So unterstützt er zusätzlich viele Entwicklungs-Tools von Oracle, wie z. B. Oracle Forms, Oracle Reports und Oracle Portal.
Zudem ist er durch seine hohe Cluster-Fähigkeit speziell für große Lasten und die Verteilung auf mehrere Maschinen ausgelegt. Aufgrund der guten Management-Konsole lässt sich das System bequem und verhältnismäßig einfach administrieren. So ergibt sich ein mittlerweile sehr stabiles und komfortables Produkt, welches in der Welt der Application Server immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Dustin Schmitt (info@ordix.de).