
Das IT-Magazin der ORDIX AG mit Fachbeiträgen zu Datenbanken, Unix und Java/XML.
Weiterführende Links
Larry hat für einen Kollegen aus dem Marketing das Webserver-Verzeichnis /usr/local/cgi-bin freigegeben, so dass dort nun jeder Kollege seine eigenen Daten ablegen und verwalten kann.
Daher erlaubt Larry nun auch der entsprechenden Benutzergruppe Vollzugriff auf das Verzeichnis.
Zunächst ist alles in Ordnung und die Mitarbeiter sind auch soweit zufrieden. Doch bereits nach einigen Stunden klingelt das Telefon heiß.
Es ist der Kollege Peter Paranoia. "Larry, ich bin schockiert!!!", brüllt er in die Leitung. "Meine Daten, die ich heute morgen mit Mühe und Sorgfalt auf den Webserver geladen habe, sind plötzlich verschwunden. Ein Skandal!"
Larry versucht Kollege Paranoia zu beruhigen und verspricht ihm, sich sofort um die Lösung des Problems zu kümmern.
Zunächst sieht er in die Logdateien, um Aufschlüsse über den Datenverlust zu erhalten.
Die Logdateien zeigen, dass die von Peter Paranoia eingegebenen Daten von Lutz Löscher versehentlich gelöscht wurden. Daraus schließt Larry, dass es sich hier um ein Benutzerrechteproblem handelt.
Wie kann er es nun erreichen, dass der Vollzugriff weiterhin für alle Kollegen möglich bleibt, aber dass sich die Mitarbeiter nicht gegenseitig die Dateien löschen können?
Können Sie Larry helfen? Dann senden Sie Ihren Lösungsvorschlag bis zum 27.10.2006 an kniffel@ordix.de.
Die drei pfiffigsten Lösungsvorschläge werden wir in der nächsten Ausgabe veröffentlichen.
Das Rätsel, was Larry in der letzten Ausgabe zu lösen hatte, war die Suche nach einem Paket, mit dem man Daten zu einem System sammeln kann, um diese später auszuwerten.
Leider hat Larry aus der ORDIX News Leserschaft dieses Mal keinen Lösungshinweis erhalten. Wahrscheinlich waren die Leser auch alle im Sommerurlaub. Daher hat er kurzerhand einen ORDIX Kollegen gefragt, der ihm freudestrahlend die Lösung präsentierte:
Gesucht war das Paket sysstat. Es stellt u. a. die Werkzeuge sadc und sar zur Verfügung. Diese ermöglichen es, verschiedene Messwerte, wie z. B. CPU-Last oder I/O-Werte, zu erfassen und in einen Report zu überführen.
Des Weiteren installiert es unter /usr/lib/sa einige Skripte, die eine Überwachung beziehungsweise Auswertung des Systems durchführen.
Die Aktivierung des Monitorings kann durch das Kommando
rcsysstat start
oder aber durch Verlinkung von
/etc/init.d/sysstat
in den Defaultrunlevel erfolgen. Beides erzeugt einen systemweiten Crontab-Eintrag unter /etc/cron.d/sysstat.
#activity reports every 10 minutes everyday
-*/10 * * * * root /usr/lib/sa/sa1
Dieser bewirkt alle zehn Minuten indirekt über das Skript sa1 einen Aufruf von sar. Da die Standardeinstellung von sa1 lediglich eine Momentaufnahme der Systemlast erstellt, empfiehlt sich die Erweiterung des o. g. Crontab-Eintrags um die Messdauer und Häufigkeit, z. B. 10-mal für jeweils 60 Sekunden.
-*/10 * * * * root /usr/lib/sa/sa1 60 10
Die Messergebnisse werden binär unter /var/log/sa abgelegt. Mit dem Skript /usr/lib/sa/sa2 (oder direkt mit dem Kommando sar) können die Daten für ein Reporting weiter verarbeitet werden.