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Dieser Artikel richtet sich an Datenbankadministratoren, die Grid Control zur Administration von Oracle Datenbanken einsetzen möchten.

Glossar

SCN
System Change Number. Eine Oracle-interne Nummer, die für jeden internen Befehl inkrementiert wird.
SPFILE
Server Parameter File. Weiterentwicklung der traditionellen Datenbankinitialisierungsdatei init<oracle_sid.ora>. Ein SPFILE ermöglicht die persistente Speicherung von zur Laufzeit an den Datenbankinitialisierungs- parametern vorgenommenen Änderungen, so dass diese auch nach einem Neustart erhalten bleiben.
RMAN
Recovery Manager. Oracles Werkzeug zur Sicherung und Wiederherstellung von Datenbanken (Backup, Restore, Recovery und Konvertierung).

Weiterführende Links



Oracle Enterprise Manager Grid Control (Teil IV):

Datenbankadministration mit Grid Control


Im täglichen IT-Betrieb müssen an Komplexität stetig zunehmende IT-Landschaften durch immer weniger Personal betrieben werden. Wir zeigen, wie Oracle Datenbanken mit dem Enterprise Manager Grid Control 10g effizient administriert werden können.

Allgemeines

Mit Enterprise Manager Grid Control 10g können grundsätzlich Oracle Datenbanken der Releases 8.1.7.4 und höher administriert werden. Es gibt jedoch für die verfügbaren Grid Control Versionen und Agenten einige Einschränkungen hinsichtlich der verwaltbaren Ziele. Diese können der Metalink Note 412431.1 [1] entnommen werden.

Aufteilung in Hauptbereiche

Nachdem man sich auf der Startseite der Oracle Grid Control das zu administrierende Datenbankziel ausgesucht und dorthin navigiert hat, präsentiert sich Grid Control mit der Standardseite der gewählten Datenbank. Folgt man dort dem Link "Administration", gelangt man auf die Administrationsseite, die in folgende Hauptbereiche unterteilt ist:

Abb. 1: Überblick über das Administrations- menü. Vergrößern
Einen Überblick über alle Punkte finden Sie in Abbildung 1. Im Folgenden möchten wir die interessantesten "Stellschrauben" für die Bereiche Datenbankverwaltung und Schema vorstellen.

Datenbankverwaltung

Nachfolgend stellen wir Ihnen die wichtigsten Funktionen des Bereichs "Datenbankverwaltung" vor.

Speicherung
Aus jedem Unterabschnitt des Abschnittes Speicherung heraus ist ein direkter Wechsel zu jedem anderen Unterabschnitt mittels Drop-Down-Liste möglich; z. B. von Tablespaces zu Redo Log-Gruppen. Dies erleichert die Navigation.

Speicherung - Kontrolldateien
Der Link "Kontrolldateien" führt auf eine Seite mit drei Registern, nämlich "Allgemein", "Erweitert" und "Record-Sektion".

Unter "Allgemein" werden lediglich die vorhandenen Kontrolldateien angezeigt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Kontrolldateien per Klick zum Trace zu sichern. Sofort wird der Befehl alter database backup controlfile to trace; ausgeführt. Leider wird der Name der erzeugten Datei nicht angezeigt, so dass der Administrator diese in der User Dump Dest der Datenbank suchen muss. Einen Namen für die Sicherung der Kontrolldatei anzugeben, ist ebenfalls nicht möglich.

Im Register "Erweitert" werden weitere Informationen, wie die Datenbank-ID, der Typ der Kontrolldatei, Erstellungsdatum, aktuelle Log-Sequence-Nummer, letzte SCN mit Änderungsdatum sowie der Status zum Backup der Kontrolldatei angezeigt. Hier besteht auch die Möglichkeit, über einen entsprechenden Link das automatische Backup für die Kontrolldatei zu konfigurieren. Der Link für die Aktivierung des automatischen Backups der Kontrolldatei verzweigt auf einen Bereich der Grid Control, in dem eine vollständige Backup Policy und Konfiguration des RMAN hinterlegt werden kann.

Unter "Record - Sektion" wird der innerhalb der Kontrolldatei von Detailinformationen zur physischen Struktur der Datenbank belegte Speicherplatz in Anzahl Bytes angezeigt.

Speicherung - Tablespaces
Im Bereich der Tablespace-Verwaltung ist vom Anzeigen der Inhalte und des Füllgrades über das Hinzufügen von Dateien, Löschen und Offline-Setzen, Read-Only-Setzen, Reorganisation von Tabellen und Indizes, Anzeige von Abhängigkeiten, Erstellen von Tablespaces bis zum Start von Segment Advisor-Läufen jede Art der Administration möglich. Durch entsprechend intuitive Benutzerführung können hier Tätigkeiten, die ansonsten aufwändig über die Kommandozeile einzugeben sind, mit wenigen Mausklicks erledigt werden.

Speicherung - Temporäre Tablespace-Gruppen
In diesem Bereich können, wie der Name bereits andeutet, temporäre Tablespace-Gruppen erstellt und verwaltet werden.

Speicherung - Datendateien
Die Verwaltung von Datendateien ermöglicht Aktionen ähnlich wie bei der Administration von Tablespaces. Auch erlaubt die intuitiv gestaltete Benutzerführung eine leichte Navigation zur Erreichung der Administrationsziele.

Speicherung - Rollback-Segmente
Hier werden alle in der Datenbank vorhandenen Rollback-Segmente angezeigt, sofern nicht das seit Oracle Release 9i per Standard aktive Automatic Undo Management (AUM) aktiv ist. Wird in der Datenbank AUM benutzt, ist nur das SYSTEM Rollback-Segment zu sehen und administrierbar. Dann ist es auch nicht möglich, weitere Rollback-Segmente zu erstellen. Versucht man dies, wird eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben.

Speicherung - Redo Log-Gruppen
In diesem Abschnitt können die Online Redo Log-Dateien und Redo Log-Gruppen verwaltet werden. Zusätzlich kann hier manuell ein Checkpoint ausgelöst werden. Außerdem gibt Grid Control Empfehlungen zur Größe der Online Redo Log-Dateien aus. Dazu ist es allerdings erforderlich, dass der dynamisch änderbare Datenbankinitialisierungsparameter FAST_START_MTTR_TARGET gesetzt ist.

In diesem Zusammenhang ist aber zu beachten, dass ein Setzen des Initialisierungsparameters LOG_CHECKPOINT_INTERVAL den Parameter FAST_START_MTTR_TARGET überschreibt und Grid Control dann keine Empfehlung mehr ausgeben kann.

Speicherung - Archive Logs
Die Bezeichnung dieses Unterabschnittes impliziert, dass hier eine Verwaltung von archivierten Redo Log-Dateien möglich sei. Dies ist jedoch leider nicht der Fall. Man kann sich hier lediglich die vorhandenen Dateien samt einiger Detailinformationen anzeigen lassen. Praktisch wäre es, wenn sich in diesem Kontext direkt ein Backup der archivierten Redo Log-Dateien starten ließe.

Datenbankkonfiguration - Speicherparameter
Hier lassen sich SGA und PGA verwalten. Außerdem gibt es so genannte Advisories, die Empfehlungen für die Größen dieser Speicherbereiche auf Basis historischer, im Automatic Workload Repository (AWR) abgelegter Daten ausgeben.

Datenbankkonfiguration - Undo Management
Im Administrationsbereich des Undo Managements ist eine Möglichkeit zum Wechsel zwischen manuellem und automatischem Undo Management nicht, wie erwartet, vorgesehen. Dieser ist nur über eine Änderung des entsprechenden Initialisierungsparameters unter "Alle Initialisierungsparameter" möglich.

Die Nutzung des Automatic Undo Management dürfte heute in der Praxis aber auch die Regel sein. Grid Control bietet hier als zusätzliche Unterstützung Diagramme an, die die Nutzung des Undo Tablespace innerhalb eines Zeitintervalls anzeigen und so helfen sollen, potentielle Probleme zu erkennen. Außerdem steht ein Undo Advisor für das Sizing des Undo Tablespace zur Verfügung.

Datenbankkonfiguration - Alle Initialisierungsparameter
In diesem Unterabschnitt kann man sich alle Initialisierungsparameter anzeigen lassen und diese auch ändern. Je nach Parameter erfordert eine Änderung einen Neustart der Datenbank. Es stehen hier sowohl die init_<oracle_sid>.ora als auch die Serverparameterdatei (SPFILE), sofern letztere angelegt wurde, zur Verfügung. Im Gegensatz zur Administration auf der Shell können statische Parameter im Grid nur geändert werden, wenn man als User mit dem SYSDBA-Privileg auf der Datenbank arbeitet.

Datenbankkonfiguration - Verwendung von Datenbankfunktionen
Grundsätzlich ist bei einer Datenbank zwischen zusätzlich zur Enterprise Edition lizenzierbaren Optionen sowie Funktionen der Datenbank zu unterscheiden. Grid Control stellt hier Informationen über verfügbare Funktionen samt deren High Watermark und weitere statistische Daten zur Verfügung. Darüber hinausgehende Informationen zu Optionen und Funktionen können den Lizenzierungsbestimmungen der jeweiligen Datenbankversion entnommen werden. Dieser Unterbereich ist nur für Datenbanken der Version 10g verfügbar.

Oracle Scheduler
Dieser Bereich wird nur bei Datenbanken der Version 10g angezeigt, da er den mit Oracle 10g eingeführten Job Scheduler (dba_scheduler_jobs) betrifft. Das in früheren Versionen integrierte Job-System (dba_jobs) unterstützt Grid Control 10g nicht. Hier ist die gesamte Funktionalität des neuen Schedulers verfügbar; d. h. alles, was über das API per Kommandozeile ausgeführt werden kann, ist auch innerhalb der einzelnen Unterabschnitte des Bereiches "Oracle Scheduler" durchführbar.

Statistikverwaltung - Automatisches Workload Repository
Auch dieser Bereich wird nur bei Datenbanken der Version 10g angezeigt, da das AWR mit Oracle 10g neu eingeführt wurde. Hier besteht die Möglichkeit, die Snapshot-Konfiguration zu bearbeiten sowie beibehaltene Snapshot Sets und SQL Tuning Sets zu erstellen, AWR-Berichte zu erzeugen, den Automatic Database Diagnostics Monitor (ADDM) auszuführen, Snapshot-Bereiche zu löschen und Zeiträume zu vergleichen.

Statistikverwaltung - Optimizer-Statistiken verwalten
Dieser Unterabschnitt unterscheidet sich zwischen 10g und älteren Versionen. Für ältere Versionen können lediglich Optimizer-Statistiken erfasst und gelöscht werden. Bei 10g hingegen können außerdem ältere Optimizer-Statistiken wiederhergestellt, Statistiken gesperrt sowie diese Sperren wieder aufgehoben werden. Des Weiteren bietet Grid Control hier eine direkte Verlinkung zum Job Scheduler.

Datenbank wechseln - zu ASM migrieren
Oracle bietet seit Version 10g einen eigenen Volume Manager an, mit dem die Verwaltung von Dateisystemen vereinfacht werden und der die Volume Manager anderer Hersteller ersetzen soll. Diese Software wird als Automatic Storage Management (ASM) bezeichnet. In diesem Bereich von Grid Control wird die Möglichkeit geboten, eine Datenbank auf ASM umzustellen. Bevor eine solche Maßnahme durchgeführt wird, sollten jedoch unbedingt die Metalink Note 252219.1 [1] sowie die entsprechenden Dokumente im Oracle Technology Network [2] beachtet werden.

Datenbank wechseln - zu Cluster-Datenbank konvertieren
Für Datenbanken ab Release 10g steht mit Grid Control die Möglichkeit zur Verfügung, eine so genannte Single Instance Datenbank als Instanz in einen Oracle Real Application Cluster (RAC) einzubinden. RAC ist eine leistungsstarke Hochverfügbarkeitslösung von Oracle, die in der ORDIX News bereits ausführlich beschrieben wurde [3].

Datenbank wechseln - Tablespace zu lokal verwaltetem Tablespace machen
Lokal verwaltete Tablespaces wurden bereits mit Oracle Release 8i eingeführt. Seit Oracle 9i sind sie der Standard. Lokal verwaltete Tablespaces bieten gegenüber von im Data Dictionary verwalteten Tablespaces Performance-Vorteile, da die Verwaltung der Extents im Tablespace über eine lokale Bitmap erfolgt. Mit Grid Control ist es nun möglich, so genannte "dictionary managed Tablespaces" auf lokale Verwaltung umzustellen. Dieses Verfahren ist allerdings nicht zu empfehlen, da das Bitmap nicht am Anfang der Datafiles liegt und die alte Extent-Struktur keinesfalls verändert wird. Lediglich neue Extents werden nach dem neuen Verfahren allokiert.

Resource Manager
Die Funktionalitäten des Resource Managers wurden ebenfalls in Grid Control integriert. Unter "Pläne" ist es möglich, Pläne zu definieren, aktivieren, deaktivieren, bearbeiten und zu löschen. Der Bereich "Nutzungsgruppen" erlaubt es, Nutzungsgruppen zu erstellen, zu bearbeiten und zu löschen. Die Zuordnung von Nutzern zu Nutzungsgruppen sowie die Festlegung von Prioritäten sind ebenfalls möglich. Schließlich steht unter "Überwachung" noch ein Resource Monitor zur Verfügung, mit dem die tatsächliche Ressourcennutzung durch Nutzungsgruppen überwacht werden kann.

Schema

Der Bereich Schema ermöglicht die vollständige Administration sämtlicher Schemaobjekte, wobei Grid Control diese in "Datenbankobjekte", "Benutzerdefinierte Typen", "Materialized Views" und "Programme" aufteilt. Mit letzteren sind Packages, Prozeduren, Java Klassen etc., also in der Datenbank abgelegter, ausführbarer Code gemeint. Bei der Verwaltung von Schemaobjekten ist es auf der Startseite des jeweiligen Objekttyps möglich, über eine Drop-Down-Liste einfach zur Startseite eines beliebigen anderen Objekttyps zu wechseln. Dies ermöglicht eine einfache und effiziente Navigation.

In diesem Kontext ist auch eine Reorganisation von Datenbankobjekten möglich. Diese Funktionalität darf jedoch nur genutzt werden, wenn das Database Tuning Pack zur Enterprise Manager Grid Control lizenziert wurde. Des Weiteren enthält dieser Bereich die Benutzer- und Rollenverwaltung sowie Möglichkeiten zur Verwaltung der XML-Datenbank, für BI & OLAP, Change Management und Datenmaskierung. Leider ist es hier nicht möglich, sich die DDL zu einem Objekt speicherbar erzeugen zu lassen. Diese kann lediglich angezeigt werden.

Schema - XML-Datenbank
Dieser Bereich ist für die Administration der XML-Datenbank vorgesehen. Die XML-Datenbank ist seit Oracle 9i verfügbar, im Kernel der Datenbank integriert und ermöglicht die Verarbeitung von XML in der Datenbank. Unter "Konfiguration" können Einstellungen für den XML-DB-Protokoll-Server vorgenommen werden, während der Unterabschnitt "Ressourcen" für die Verwaltung von XML-Ressourcen vorgesehen ist. Des Weiteren wird unter "XML-Datenbank" die Möglichkeit geboten, Zugriffskontrollisten für XML-Objekte zu administrieren. Auch XML-Schemata, XML-Type-Tabellen und XML-Type-Views können hier verwaltet werden.

Schema - Benutzer & Berechtigungen
In diesem Bereich ist die komplette Administration für Benutzer, Rollen, Profile und Auditing implementiert, wofür es jeweils separate Unterabschnitte gibt. Auch hier ist wieder eine effiziente Navigationsmöglichkeit vorhanden, die es erlaubt, mittels Drop-Down-Liste von den jeweiligen Startseiten, mit Ausnahme des Auditing, auf die Startseiten der anderen Unterabschnitte zu wechseln. Zusätzlich wird in der Drop-Down-Liste noch ein Wechsel zu "Directory Objekt" angeboten. Dies ist sinnvoll, weil Benutzer und Rollen Berechtigungen auf derartige Objekte haben können. Bei dem in diesem Kontext administrierbaren Auditing handelt es sich um das Standard-Auditing. Fine Grained Auditing ist in Grid Control nicht verfügbar.

Schema - BI & OLAP
In diesem Bereich sind administrative Tätigkeiten für Business Intelligence (BI) und Online Analytical Processing (OLAP) möglich. Diese betreffen Dimensionen, Cubes, OLAP-Dimensionen und Kennzahlenordner. Auf den Startseiten dieser Objekttypen ist es möglich, mittels Drop-Down-Liste zu jedem beliebigen Objekttyp innerhalb der Datenbank zu wechseln. Dies ist hilfreich, da diverse Objekttypen (z. B. Tabellen) direkt oder indirekt Bestandteil von Dimensionen und Cubes werden können. Es können hier vollständige Dimensionen und Cubes einschließlich Ebenen, Hierarchien und Attributen sowie OLAP-Optionen erstellt und verwaltet werden. Da Datenbanken tendenziell neben der traditionellen Transaktionsverarbeitung gleichzeitig immer mehr analytische Aufgaben durchführen müssen, stellt der Bereich BI & OLAP in Grid Control mit seinen grundlegenden administrativen Funktionen eine Möglichkeit dar, diesen Anforderungen teilweise gerecht zu werden, ohne sofort weitere Werkzeuge wie beispielsweise den Warehouse Builder einsetzen zu müssen.

Schema - Change Management
Hier können Dictionary Baselines erstellt und Vergleiche vorgenommen werden. Folgende Vergleiche sind möglich:

Dabei sind verschiedene Filter, z. B. auf Schemata, einstellbar. Dadurch lassen sich Unterschiede zwischen Objekten zu verschiedenen Zeitpunkten leicht erkennen. Leider ist es nicht möglich, sich aus dem Ergebnisfenster eines Vergleiches heraus direkt die entsprechende Objekt-DDL speicherbar erzeugen zu lassen. Diese kann lediglich angezeigt werden. Die Nutzung dieser Funktionalität erfordert die zusätzliche Lizenzierung des Database Change Management Pack.

Schema - Daten maskieren
Datenmaskierung ermöglicht es, Daten anders darzustellen, als sie im Original aussehen. Dies erfolgt, indem die Originaldaten mit falschen Daten eines ähnlichen Typs überschrieben werden. So etwas kann aus rechtlichen Gründen, z. B. Datenschutz, in Test- oder Entwicklungsumgebungen erforderlich sein. Im Unterabschnitt "Definitionen" können Datenmaskierungen definiert und ausgeführt werden. Datenmaskierungen basieren immer auf festgelegten Formaten. Diese können unter "Format Library" definiert und bearbeitet werden. Ein Import von Masken- und Formatdefinitionen ist ebenfalls möglich. Für die Datenmaskierung ist zusätzlich zu Grid Control die Lizenzierung des Data Masking Pack erforderlich. Datenmaskierung steht ab Grid Control Release 10.2.0.4.0 zur Verfügung und kann auf Datenbanken ab Version 9i, Release 2, Enterprise Edition durchgeführt werden.

Fazit

Grid Control stellt ein mächtiges aber auch sehr komplexes Werkzeug für die Administration von Datenbanken dar. Die integrierte Hilfe kann gut bei der Einarbeitung unterstützen, ersetzt jedoch keinesfalls das Knowhow eines erfahrenen Datenbankadministrators. Die verfügbaren Funktionalitäten sind sehr umfangreich und dürften nur wenige Wünsche offen lassen. Allerdings sollte Oracle die Übersetzung der Link-Bezeichnungen in Zukunft deutlich verbessern, da diese teilweise doch recht missverständlich und in Abhängigkeit von der verwendeten Grid Control Version und der installierten Software unterschiedlich sind.

Diese Reihe wird in einer der nächsten ORDIX News mit dem Thema "Wartung" fortgesetzt. Wenn Sie sich einen detaillierteren Einblick in Grid Control verschaffen möchten, empfehlen wir Ihnen unser Seminar "Oracle Grid Control" [4].

Wilhelm Breßer (info@ordix.de).