
Das IT-Magazin der ORDIX AG mit Fachbeiträgen zu Datenbanken, Unix und Java/XML.
Monate bevor eine neue ORDIX News erscheint, werde ich von Frau Brinkmann auf den zeitlichen Ablauf hingewiesen. Jedes Mal mache
ich mir schon Wochen vorher Gedanken, worüber ich in meinem Editorial schreiben will. Aber meistens holt mich die Realität ein: Der
Termin ist da, alle Ideen verworfen und noch nichts aufs Papier gebracht. - Oh, Pardon, natürlich in Winword geschrieben (mit vi-Texten
wäre Frau Brinkmann nicht richtig glücklich, selbst wenn sie rechtzeitig vorlägen).
Meistens kommt ja eine Steilvorlage aus Berlin, beim letzten Mal die Diätenerhöhung, die dann erst einmal schneller in der Schublade verschwand, als sie hervorgezogen wurde. Das ist dann schlecht, wenn man weiß, dass zum Zeitpunkt des Erscheinens der ORDIX News alles bereits Makulatur ist.
Dann kommen natürlich auch Warnungen: "Schreib bloß nichts über Politik!" Ja, ich weiß, man muss nicht unbedingt meiner Meinung sein. Aber ich glaube, es ist schlimmer (zumindest vor einer Welt- oder Europameisterschaft), kritisch über Fußball zu schreiben als über Politiker und solche, die es niemals werden und trotzdem dafür Geld bekommen.
Einer kam hier oft vor und hatte wenig mit Politik oder gar Fußball zu tun. Aber damit, dass ich manches Editorial zweimal schreiben musste, weil mir Winword immer im entscheidenden Moment abstürzte **): Bill Gates. In den letzten Jahren wurde es richtig ruhig um ihn. Und was sollte man heute Kritisches oder Lustiges über den Gut-Menschen schreiben? Prinzipiell hat er ja nichts falsch gemacht. Und was er heute mit seiner Stiftung macht: Respekt! Viel Spaß im Ruhestand, Billyboy.
Und dann kommt sie doch noch, die Steilvorlage fürs Editorial - natürlich wieder aus Berlin. Jeder von Ihnen sollte sie inzwischen erhalten
haben: Die eindeutige Steuernummer, quasi das persönliche Autokennzeichen, das uns nun das ganze Leben begleiten wird. Spätestens
2020 werden wir das Ding bei Geburt auf die Stirn gebrannt bekommen. Teure Bürokratie im Quadrat. Diese Nummer ist für mich
vergleichbar mit einer Sträflingsnummer, aber für die uns Regierenden sind wir ja sowieso alle latente Steuerhinterzieher, also per se
Verbrecher am Staat (obwohl wir der selber sind und wer hackt sich denn schon selbst eine Hand ab
).
Aber wir werden damit leben müssen, dass wir unbescholtene Bürger gerne in die Nähe von Terrorismus (Herr Schäuble) und Verbrechen gerückt werden.
Deshalb sollten Sie sich, so lange Sie noch nicht in die Fänge des Finanzamtes oder des Innenministers geraten sind, schlauer machen. Hier hilft Ihnen die ORDIX News zumindest in den Bereichen Tortengrafiken (spezielle Java-Bibliothek), SOA, SOAP, diversen Oracle Objects, RAC Storage Management, Hibernate usw. Zum Thema Terrorismus finden Sie dann vielleicht was bei Jazeera. Und was den Umgang mit dem Finanzamt betrifft, hilft vielleicht der Steuerberater von Herrn Zumwinkel.
Somit darf ich Ihnen - hoffentlich nach einem entspannten Sommerurlaub - viel Spaß beim Lesen wünschen und vielleicht sparen wir uns durch die neue Steuernummer wenigstens die nächste Volkszählung.

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